Regenwaldbrände, Soja und Fleischhunger

Von Martin Schlatzer

8. Jänner 2020 | Vorwort zu aktuellen Ereignissen

Soja hat die letzten Jahre in vielerlei Hinsicht zunehmend für Furore gesorgt. Die Themen rund um die grüne Bohne drehen sich unter anderem um Gesundheit, Umwelt, Klima und Landwirtschaft. Alternative Simultanprodukte wie etwa Sojaburger, Sojamilch und Sojajoghurt stehen gerade bei VegetarierInnen, VeganerInnen und FlexitarierInnen hoch im Kurs. Die Sojabohne wird als Zwischenfrucht in der Landwirtschaft zur natürlichen Anreicherung des Bodens mit Stickstoff bereits seit langem eingesetzt. Große Bedeutung kommt Soja als Eiweißfuttermittel in Europa beziehungsweise in Österreich zu, wobei sich hier eine große Abhängigkeit für die Tierproduktion entwickelt hat.

Soja spielt gerade im Kontext der jüngsten Waldbrände in Brasilien eine gewichtige Rolle, die nicht auf den ersten Blick evident sein mag. In den letzten Monaten wurden Regenwaldflächen im Ausmaß von drei Fußballfeldern pro Minute vernichtet. Die Zahl der Waldbrände überschreitet die des Vorjahres um ca. das Dreifache. Der Amazonaswald produziert bis zu 20 Prozent des globalen Sauerstoffes und ist essentiell für das lokale als auch das globale Klima (siehe unten). Zudem ist der Amazonas Heimat von ca. 170.000 indigenen Personen, die zumeist über keinerlei Landrecht verfügen und damit von Enteignung respektive Vertreibung betroffen sind. Der Amazonas ist akut gefährdet und ein Einschreiten ist von Seiten des brasilianischen Präsidenten bis dato ausgeblieben. Dieser dürfte den Regenwald eher als Ressource zum Lukrieren weiterer landwirtschaftlicher Flächen sehen. Die internationale Staatengemeinschaft könnte in diesem Zusammenhang den Druck deutlich verstärken und auf den Zusammenhang zwischen Weideflächen, Sojafutteranbau, Klimawandel, weltweit vernetzten Konsum und dem damit verbundenen Import von Soja, aber auch von Rindfleisch aus Südamerika in Länder des Globalen Nordens auf die Agenda setzen und die Bevölkerungen darüber informieren. Das geplante, umstrittene Mercosur-Abkommen, ein Handelspakt der EU mit Südamerikas Staatenbund (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay), wurde unlängst im österreichischen Parlament von allen Parteien einstimmig abgelehnt. Dieses Handelsabkommen könnte nochmals die Zerstörung von Regenwäldern zugunsten von Landwirtschaftsflächen zusätzlich verstärken, da das Paket unter anderem eine Erhöhung der Rindfleischimporte aus den Mercosur-Staaten beinhaltet.

Soja ist neben der Rinderhaltung einer der wesentlichen treibenden Faktoren für die Regenwaldabholzungen und -brände sowie die Umwandlungen von Savannen, vor allem in Brasilien bzw. Argentinien. Daraus resultiert zum einen der Verlust wichtiger Regenwaldflächen und damit verbundene Kohlenstoffemissionen. Wälder stellen nach den Meeren den zweitwichtigsten und wichtigsten terresstrischen Speicher („Senke“) für Kohlenstoff dar, was bedeutet, dass diese Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden. Dieses wichtige CO2-Einsparpotential wird durch die Reduzierung von Regenwäldern, die besonders viel Kohlenstoff speichern können, vermindert – was eine negative Folge für den Klimawandel hat, da dann zusätzlich CO2 in der Atmosphäre bleibt. Weltweit können auf Landnutzungsänderungen und Abholzungen – primär von Regenwäldern – 17,4 Prozent der anthropogenen, das heißt vom Menschen gemachten Treibhausgase zurückgeführt werden. Das hat zum anderen, wie auch beispielsweise im Falle des Palmöls, soziale Konsequenzen wie den Entzug der Lebensgrundlage indigener Bevölkerungen. Hinzu kommt der Verlust wichtiger Arten. So ist jede fünfte Baum-, Säugetier- und Pflanzenart im Amazonas beheimatet.

Der Großteil der produzierten sowie gehandelten Sojafuttermittel ist gentechnisch verändert und wird in Monokulturen unter einem hohen Einsatz von Pestiziden, wie beispielsweise Glyphosat hergestellt, die zur Auslaugung von wichtigen Böden sowie Umwelteinträgen von Schadstoffen führen. Gesundheitliche Implikationen aufgrund des Pestizideinsatzes für die Menschen in der Landwirtschaft in den Anbauregionen müssen dabei ebenso erwähnt werden. Alternative Strategien, gerade hinsichtlich des Einsatzes von Soja als Futtermittel für sogenannte Nutztiere können eine Reduzierung der negativen weitreichenden Auswirkungen der Produktion erwirken.

Globale Produktion und Anbauländer

Die globale Produktion an Ölsaaten hat innerhalb von 10 Jahren um fast die Hälfte zugenommen und beläuft sich im Wirtschaftsjahr 2017/18 auf geschätzte 632 Millionen Tonnen (siehe Abb. 1). Sojabohnen nehmen dabei mit 348 Millionen Tonnen den Hauptanteil an Ölsaaten nach Anbaukultur ein (UFOP, 2018). Palmölfrüchte folgen an vierter Stelle, nach Raps und Sonnenblumenkernen. Wenn man lediglich die Ölproduktion heranzieht, rangiert die Palmölproduktion jedoch an erster Stelle. Es lässt sich erkennen, dass Soja in den letzten Jahrzehnten den mit Abstand stärksten Anstieg von allen Ölsaaten zu verzeichnen hat. Das geht auf die stark gestiegene Nachfrage nach Soja als Futtermittel zurück, um die globale Fleischproduktion, die in diesem Zeitraum stark zugenommen hat, zu decken. In den Industrieländern dürfte der Fleischkonsum stagnieren, jedoch in Entwicklungs- und Schwellenländern weiter zunehmen. Deshalb geht die FAO, die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, bei derzeitiger Ausgangslage von einer Verdoppelung des Fleischkonsums bis 2050 aus (FAO, 2019). Das würde ebenso bedeuten, dass mehr Futtermittel und damit mehr Flächen unter anderem für Soja, Weizen und Mais lukriert werden müssten, um die Fleischproduktion in Zukunft weiterhin gewährleisten zu können. Dabei konstatierte die FAO, dass die Umweltauswirkungen der Tierhaltung halbiert werden müssten (FAO, 2006), was bei dem jetzigen globalen Trend sehr schwer machbar sein wird.

Abb. 1: Gesamte Erzeugung von Ölsaaten nach den wichtigsten Kulturarten weltweit (in Mio. t; 2017/18 geschätzt) (Bildquelle: UFOP, 2018)

Die weltweite Ölsaatenproduktion konzentriert sich auf sehr wenige Länder. Sojabohnen werden primär in den USA, Brasilien und Argentinien angebaut, Raps in der EU, Kanada und China, Sonnenblumen in der Ukraine, Russland und in der EU sowie Palmöl in Indonesien und Malaysia (AMA, 2018). 

Zu den mit Abstand größten Sojabohnenproduzenten gehören weltweit die USA (120 Mio. t), gefolgt von Brasilien (115 Mio. t) und Argentinien (40 Mio. t) (BMNT, 2018). In Summe hatten diese Länder mit 88,2 Prozent den Hauptanteil an der globalen Sojaproduktion im Jahr 2015 (AMA, 2018). Das bedeutet, dass lediglich drei Länder die globale Produktion sowie die weltweiten Exporte von Soja dominieren.

Global liegt die Ölproduktion von Sojaöl und Palmöl pro Person bei 140 kg im Jahr (Wildenberg und Horvath, 2016). Es lässt sich erkennen, dass die Produktion sowie der Konsum dieser beiden Öle innerhalb der letzten 30 Jahre im Vergleich zu den anderen Pflanzenölen stark zugenommen haben (siehe Abb. 2).

Abb. 2: Gesamte globale Ölproduktion von Soja- und Palmöl (t) sowie Konsum pro Person (kg/Person) von 1984 bis 2014 (Bildquelle: Wildenberg und Horvath, 2016)

Verwendung von Soja (primär als Futtermittel)

Es gibt mit Sojaschrot (zu 80 Prozent) und Sojaöl (zu etwa 10-20 Prozent) zwei Hauptprodukte, die in der Verarbeitung von Soja gewonnen werden. Im Zuge der Umwandlung von Sojabohnen zu Öl wird Sojaschrot gewonnen. Produkte, die unter anderem auch aus Soja hergestellt werden, sind Mehle, aber auch Saucen, TVP (Textured Vegetable Protein; Fleischalternative), Tofu, Sojamilch oder Sojajoghurts. Trotz der Möglichkeit des direkten, humanen Verzehrs werden 90 bis zu 95 Prozent der gesamten globalen Sojaproduktion an Tiere verfüttert werden (FAO, 2006; Vollmann, 2016). Ein geringfügiger Teil dient der Produktion von Agrotreibstoffen und für die Humanernährung dürften lediglich etwa 3 Prozent der gesamten Sojaernte dienen.

Abhängigkeit Chinas, Europas und Österreichs von Sojafuttermittelimporten

China ist aufgrund der Tatsache, dass sich der Fleischkonsum innerhalb der letzten 35 bis 40 Jahre ungefähr vervierfacht hat, vom Sojanettoexporteur zum Nettosojaimporteur avanciert, um den Futtermittelbedarf der wachsenden Tierproduktion in China zu decken. Das bedeutet, dass China, welches bis 1993 noch Sojanettoexporteur war, bereits für den mengenmäßig größten Anteil an den weltweiten Sojaimporten verantwortlich zeichnet. In Europa herrscht am Futtermittelmarkt ebenso ein großes Defizit an Eiweißfuttermitteln – Europa rangiert global gesehen nach China an zweiter Stelle unter den größten Importeuren von Sojafuttermitteln (Netherlands Environmental Assessment Agency, 2011; Kolar, 2011). Pro Jahr werden 35 bis zu 40 Millionen Tonnen Soja ausschließlich als Tierfuttermittel in die EU importiert. Laut Europäischer Kommission liegt der Selbstversorgungsgrad für den Bedarf an Soja und Sojamehl in der EU bei 3 Prozent – das bedeutet, lediglich 3 Prozent des benötigten Sojas stammen aus europäischer Produktion, der Rest muss (primär für die Tierproduktion) importiert werden (Europäische Kommission, 2016).

Begründet ist die große Eiweißlücke zum einen in dem EU-weiten Verbot des Einsatzes von Tiermehl in der Fütterung aufgrund der in den 1980er-Jahren begonnenen Verbreitung der BSE-Rinderseuche (Bovine spongiforme Enzephalopathie), auch unter dem Begriff „BSE-Krise“ bekannt. Tierische Futtermittel (Tiermehle) büßten ihre Bedeutung aufgrund des Auftretens von BSE ein, wobei weiterhin Milch, Molke und Fisch gefüttert wurden (Willerstorfer, 2013). Zum anderen liegt es an dem hohen Bedarf an Eiweißfuttermitteln, um die Fleischproduktion und damit den hohen Fleischkonsum in Europa, dabei auch in Österreich, decken zu können.

Wenn in Österreich ein Ernährungsverhalten auf Grundlage der Empfehlung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung gegeben wäre, das heißt um etwa zwei Drittel weniger Fleisch konsumiert werden würde, könnte erstens die Importabhängigkeit von Sojafuttermitteln drastisch reduziert werden. Zweitens kann dadurch beziehungsweise aufgrund des geringeren Flächenverbrauchs eine biologische Landwirtschaft zu 100 Prozent möglich werden, die selbst im Jahr 2080 – in dem Österreich voraussichtlich mehr als 10 Millionen EinwohnerInnen haben wird – alle mit den nötigen Kilokalorien versorgen kann (Schlatzer und Lindenthal, 2018a).

Sojabohnen beziehungsweise ihre Extraktionsprodukte sind für die Aufrechterhaltung des europäischen, hohen Leistungsniveaus in der Tierproduktion entscheidend. Es bestanden bislang kaum Alternativen, um diese Eiweißimportfuttermittel durch heimische Futtermittel zu ersetzen. In Österreich ist gleichermaßen ein klarer Engpass bei den eiweißreichen Futtermitteln gegeben. Österreich ist zwar mit einem in den letzten Jahren rasant steigenden Sojaanbau zum drittgrößten Sojaproduzenten Europas aufgestiegen. Es stammt jedoch der Großteil der in Österreich benötigten Sojamengen nach wie vor aus dem Ausland. Laut Tschischej (2018) „bricht ohne Sojabohnenschrot die Geflügel- und Schweineproduktion zusammen“.

Österreich importiert jährlich im Schnitt etwa 500.000 Tonnen Sojaschrote und -kuchen sowie andere Sojaprodukte in Form ganzer Bohnen oder Mehl (AGES, 2015; Verein Soja, 2013; Luftensteiner et al., 2013; Hiegersberger und Krumphuber, 2017; Tschischej, 2018; Landwirtschaftskammer Burgenland, 2018). Auf 8,77 Millionen Menschen in Österreich umgerechnet, entsprechen die jährlichen, importierten und durchschnittlichen Sojafuttermittel in den letzten Jahren einem indirekten Verbrauch von etwa 63 kg Soja pro Person und Jahr. Das entspricht somit auch ziemlich genau der Menge, die wir an Fleisch (63,4 kg) pro Jahr in Österreich im Jahr 2018 konsumiert haben (AMA, 2019).

Österreichische Produktion und Herkunft der importierten Sojafuttermittel

Ein großer Teil des in Österreich angebauten Sojas geht in die Humanernährung sowie Industrie, wohingegen das importierte Soja, welches das Zwei- bis Dreifache der heimischen Produktion beträgt, vor allem in der Rinder-, Geflügel-, und Schweinemast eingesetzt wird. Im Jahr 2013 wurde ungefähr die Hälfte der in Österreich geernteten Sojabohnen als Lebensmittel (z.B. Tofu, Sojadrinks) genutzt. Die andere Hälfte wurde, wie auch andere Ölpflanzen-Extraktionsschrote wie Körnerraps und Sonnenblume, in der Fleisch-, Milch- und Eiproduktion als Eiweiß-Futtermittel eingesetzt (Luftensteiner et al., 2013).

Kraftfuttermittel wie Soja und Mais kommen auch in der Kuhhaltung zum Einsatz, um die Milchproduktionsleistung der Kühe zu steigern, wobei das einer nicht tiergerechten Fütterung entspricht (siehe weiters Schlatzer und Lindenthal, 2018b). Die nach Österreich importierten Sojafuttermittel stammen zu etwa je einem Drittel aus Brasilien, Argentinien und den USA,wobei auch kleinere Mengen aus Bolivien und Paraguay importiert werden. Der Großteil – laut AGES (2015) 75 Prozent – des von Österreich importierten Futtersojas aus Übersee stellt dabei gentechnisch verändertes Soja dar (AGES, 2015; BMLFUW, 2014; Leidwein et al., 2014). Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist prinzipiell in Österreich verboten, die Einfuhr von GMO-Soja für die Tierproduktion jedoch nicht.

Somit liegt ein großer Teil der Wertschöpfung in der heimischen Eiweißversorgung außerhalb Österreichs beziehungsweise Europas. Es wird jedoch bereits zunehmend ein Teil aus Europa bezogen, wobei es diesbezüglich auch Initiativen in Österreich gibt (Verein Donausoja, 2018; Landwirtschaftskammer Burgenland, 2018). In der Milch-, und Eierproduktion hat man sich bereits auf gentechnikfreie Fütterung geeinigt (Land schafft Leben, 2016). Es muss erwähnt werden, dass GMO-Soja lediglich in der konventionellen Landwirtschaft erlaubt ist – in der biologischen Landwirtschaft hingegen ist der Einsatz gänzlich verboten, was einem der Grundsätze des Biolandbaus entspricht.

Der hohe Importbedarf in Verbindung mit Überseetransporten und abnehmender Marktbedeutung der EU macht die Futtermittelversorgung in mehrerer Hinsicht verletzlich. Versorgungsengpässe können durch Missernten in den Erzeugerländern, Störungen im Seeverkehr und Handelskonflikte entstehen (Gizewski, 2012, zit. in Cerveny et al., 2014).

Die Abhängigkeit von Sojaimporten kann jedoch durch eine Reduzierung des Fleischkonsums verringert werden. Bereits praktiziert werden solche Strategien zur Fleischreduktion beispielsweise mit kleineren Fleischportionen und vegetarischen Gerichten in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadt Wien nach ÖkoKauf-Kriterien (Schlatzer et al., 2017).

Senkung des Bedarfes an Sojafuttermitteln und Win-win-Situation für Regenwälder

Der österreichische Import von Sojafuttermitteln hat einen deutlichen Einfluss auf Landinanspruchnahme und Regenwaldabholzung in Übersee (siehe auch Schlatzer, 2011 sowie Schlatzer und Lindenthal, 2019). Nach der Rinderhaltung ist generell der Anbau von Sojamonokulturen seit Jahrzehnten hauptverantwortlich für die Abholzungen von Regenwäldern. Arima et al. (2011) zeigten zudem, dass der voranschreitende Sojaanbau in Brasilien dazu beigetragen hat, dass dadurch indirekt Weideflächen für die Rinderhaltung an anderer Stelle in weiteren Tropenwaldregionen vorangetrieben wurden. Eine Reduzierung des angebauten Sojas auf alten Weideflächen um 10 Prozent hätte die Entwaldung bereits um bis zu 40 Prozent in stark bewaldeten Gebieten im brasilianischen Amazonas reduziert (Arima et al., 2011). Trotz des 2006 implementierten Soja-Moratoriums, das Brasiliens Regenwald besser vor Abholzung und Brandrodung schützen soll, dürfte es weiterhin zu direkten (und indirekten) Abholzungen für Soja, aber auch für Weideflächen für Rinder (wie Soja ein wesentlicher Exportfaktor Brasiliens) kommen (Junior und Lima, 2018).

Um die Ernährung der Weltbevölkerung von ca. 9,6 Mrd. im Jahr 2050 ohne den Verlust zusätzlicher Waldflächen gewährleisten zu können, ist es indiziert, auf eine verstärkt pflanzliche oder vegetarische Ernährungsweise zu setzen (Erb et al., 2016). Wenn nun der Fleischkonsum in Österreich gesenkt wird, trägt das zum einen zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von Futtersojamitteln aus Übersee bei. Zudem ermöglicht bereits eine Fleischreduktion um 10 Prozent eine vollständige Umstellung auf eine biologische Landwirtschaft in Österreich, wie eine diesbezügliche Machbarkeitsstudie für „ORF Mutter Erde“ zeigte (Schlatzer und Lindenthal, 2018a). Eine weitere Möglichkeit liegt in der Verstärkung des direkten Konsums von Hülsenfrüchten, gerade von regionalem Soja (das nach wie vor trotz des bisherigen starken Produktionsanstiegs in Österreich noch großes Potential aufweist), da Soja eine sehr eiweißreiche und gesunde Alternative darstellt.

Co-Benefits für Klima und Gesundheit

Der Ernährungssektor verursacht ca. 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in Österreich (APCC, 2014). Gemäß De Schutter und Bruckner (2016) hat die Ernährung einen Anteil von 25-30 Prozent an dem Klimawandel in Österreich (20 Prozent direkt und 5-10 Prozent indirekt). Tierische Produkte verursachen dabei wesentlich höhere Treibhausgasemissionen gegenüber pflanzlichen Produkten, gesamtheitlich sowie einzeln betrachtet (APCC, 2014; Schlatzer, 2011).

Durch eine verstärkt pflanzliche Ernährung ergeben sich zudem klare Vorteile für die Gesundheit (Scarborough et al., 2015; Erb et al., 2016). Der österreichische Sonderbericht zu Gesundheit, Demographie und Klimawandel des APCC (Austrian Panel on Climate Change) zeigte, dass durch die Umstellung auf eine gesündere Ernährung bis hin zu einer vegetarischen und veganen Ernährungsweise wichtige Co-Benefits für die Gesundheit entstehen können (APCC, 2018). Diese Co-Benefits betreffen eine Reihe sogenannter Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Risiko durch eine wesentlich nachhaltigere und klimafreundlichere Ernährung gesenkt werden kann (Springmann et al., 2016; Schlatzer, 2011; Scarborough et al., 2014, Friel et al, 2009; Melina et al., 2016).

Wichtiger Ansatzpunkt für die lokale sowie globale Ernährungssicherung

Durch den direkten Konsum von pflanzlichem Eiweiß wie aus Soja können zudem erhebliche Mengen an Kilokalorien eingespart werden (siehe Abb. 3). Auf globaler Ebene können die, auch für den Menschen geeigneten Futter- beziehungsweise Nahrungsmittel drei bis vier Milliarden mehr Menschen ernähren, das heißt die verfügbare Nahrungsenergie um bis zu 70 Prozent gesteigert werden (UNEP, 2016; Cassidy et al., 2013) – was hinsichtlich künftigem Bevölkerungswachstum, Flächenversiegelung und Klimawandel einen prioritären Punkt darstellt. Eine veränderte Ernährungsweise und damit eine Verkürzung der Nahrungskette beziehungsweise der direkte Konsum von verzehrbarem (Futter-)Getreide kann deutlich zur zukünftigen Ernährungssicherung beitragen (Schader et al., 2015; Schlatzer, 2013). Es werden innerhalb der EU, ähnlich wie bei Ölsaaten, fast zwei Drittel (61 Prozent) des Getreides als Futtermittel verwendet. Das ist mehr als das Dreifache der Menge, die direkt in die Humanernährung (18 Prozent) fließt (Europäische Kommission, 2018).

Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass eine pflanzenbetonte bis hin zu einer vegetarischen Ernährungsweise wesentlich weniger Land benötigt im Gegensatz zu einer Ernährung mit einem hohen Anteil mit Fleisch (Fazeni und Steinmüller, 2011; Meier und Christen 2012, Nijdam et al. 2012; Zessner et al. 2011). Laut Zessner et al. (2011) benötigen tierische Produkte in Österreich um das 6,5-fache mehr Fläche als pflanzliche Produkte. In Österreich dienen etwa die Hälfte der Ackerflächen für die Herstellung von Futtermitteln (Schlatzer und Lindenthal, 2018a). Bereits bei einer Verringerung des Fleischkonsums in Österreich um 20 Prozent könnte der gesamte derzeitige Flächenbedarf für Sojafuttermittel im Ausland bei einer Verlagerung nach Österreich abgedeckt werden – ohne zusätzliche Fläche in Anspruch nehmen zu müssen – was auch das große Flächeneinsparpotential aufzeigt (Schlatzer und Lindenthal, 2019).

Fazit

Die Produktion von Soja hat vielseitige negative Wirkungen auf Umwelt, Landverfügbarkeit und Klima, die fast ausschließlich mit der großen Produktion, Nachfrage und dem Verzehr von tierischen Produkten wie Fleisch verbunden sind. Eine stark pflanzenbetonte bis hin zu einer vegetarischen Ernährung könnte den Bedarf an Sojafutter und damit an Flächen deutlich senken und Regenwälder könnten dadurch erhalten bleiben, was auch klare Vorteile für Klima, Artenvielfalt und letztendlich für die Gesundheit mit sich bringt. Das heißt, der direkte Konsum von Soja ist aus Nachhaltigkeitsgründen klar zu bevorzugen.

Zur Person

(Mag.) Martin Schlatzer arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur und ist Mitarbeiter am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL, Wien). Des Weiteren war er Lead Author des APCC Special Report zu Gesundheit, Demographie und Klimawandel (SR18) und ist Herausgeber des Buches „Tierproduktion und Klimawandel – ein wissenschaftlicher Diskurs zum Einfluss der Ernährung auf Umwelt und Klima“ (2011, 2. ü.a. Auflage, LIT Verlag, Wien/Berlin/München).              

Wichtige interdisziplinäre Projekte: Risiken der Nahrungsmittelsicherheit für Österreich durch den Klimawandel; Scenarios of Spill-Over Effects from Global (Climate) Change Phenomena to Austria; Interlinks zwischen SDGs (Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen)

Schwerpunkte: Ernährungssicherung, Ernährungsökologie, Climate Impact Assessment

Laufende Projekte: Einfluss unterschiedlicher Ernährungsweisen auf den Klimawandel

Literatur

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